Newsletter-Analysen richtig lesen und interpretieren
Newsletter-Kampagnen sind ein essenzieller Bestandteil jeder erfolgreichen E-Mail-Marketing-Strategie. Doch wie misst man ihren Erfolg? Wie erkennt man, ob sich der Aufwand wirklich lohnt? Die Antwort liegt in der richtigen Interpretation der Newsletter-Analysen. In diesem Beitrag erfährst du, wie du die wichtigsten Kennzahlen richtig liest, interpretierst und daraus wertvolle Maßnahmen ableitest – klar, fundiert und praxisnah erklärt.
Warum Newsletter-Analysen für deinen Erfolg entscheidend sind
Viele Unternehmen versenden regelmäßig Newsletter, kontrollieren aber kaum, was danach passiert. Das ist ein Fehler mit Folgen. Denn wer Newsletter-Analysen ignoriert, verschenkt wertvolles Optimierungspotenzial. Die gesammelten Daten geben dir tiefen Einblick in das Verhalten deiner Leser und zeigen, was funktioniert – und was nicht.
Ob du wachsende Öffnungsraten feierst oder dich über ausbleibende Klicks wunderst: Newsletter-Analysen liefern dir die Fakten. Und nur wer diese richtig lesen und interpretieren kann, trifft künftig fundierte Entscheidungen für seine E-Mail-Marketing-Strategie. Dabei helfen dir moderne Tools, wie du beispielsweise in unserem Vergleich der besten E-Mail-Marketing-Tools 2025 findest.
Grundlagen: Wichtige Kennzahlen in Newsletter-Analysen
Bevor du mit der Interpretation beginnst, solltest du die wichtigsten Metriken in deinen Newsletter-Analysen kennen. Hier ein Überblick:
1. Öffnungsrate
Sie zeigt den Anteil der Empfänger, die deinen Newsletter geöffnet haben. Eine hohe Öffnungsrate weist auf einen guten Betreff und/oder auf eine hohe Absender-Vertrauenswürdigkeit hin. Bedenke jedoch: Diese Zahl basiert häufig auf Lade-Pixeln – Privacy-Features wie Apples Mail Privacy Protection können die Aussagekraft verfälschen.
2. Klickrate
Sie misst, wie viele Empfänger auf Links in deinem Newsletter geklickt haben. Achte darauf, ob die Klicks sich auf eine zentrale Call-to-Action konzentrieren oder sich über mehrere Links verteilen.
3. Klick-zu-Öffnungs-Rate (CTOR)
Diese Kombi-Metrik setzt die Klicks ins Verhältnis zu tatsächlich geöffneten Mails – und gilt als wertvoller Indikator für den Inhalt deines Newsletters. Sie zeigt, ob der Content die Erwartungen deiner Leser erfüllt.
4. Abmelderate
Liegt diese höher als 0,5 %, solltest du Ursachenforschung betreiben. Mögliche Gründe: Mangelnder Relevanz, zu viele E-Mails oder ein enttäuschender Inhalt.
5. Bounce-Rate
- Hard Bounces: Unzustellbare Adressen, z. B. wegen Tippfehlern oder veralteten Daten.
- Soft Bounces: Vorübergehende Fehler, etwa wegen voller Postfächer oder technischer Probleme.
6. Conversion-Rate
Diese Metrik misst, wie viele Newsletter-Empfänger nach dem Klick eine gewünschte Aktion ausführen – z. B. einen Kauf, eine Registrierung oder das Ausfüllen eines Formulars.
So liest und interpretierst du Newsletter-Analysen richtig
Eine Zahl allein sagt wenig aus. Erst im Kontext ergibt sich ein Bild – und mit dem Blick aufs große Ganze kannst du fundierte Optimierungen ableiten.
1. Setze Benchmarks
Vergleiche deine eigenen Newsletter-Zahlen mit branchenspezifischen Werten. Welche Öffnungs- und Klickraten sind für deine Branche üblich? Hier helfen Marktstudien oder Tool-Benchmarks.
2. Analysiere Zeiträume
Trends entstehen über Zeit. Vergleiche aktuelle Kampagnen mit vorherigen. Wächst deine Klickrate? Nehmen die Abmelder zu? Solche Entwicklungen lassen auf die Qualität deiner Inhalte oder Veränderungen im Nutzerverhalten schließen.
3. Segmentierung nutzen
Die meisten Tools bieten umfangreiche Segmentierungsfunktionen. Analysiere deine Newsletter-Analysen nicht pauschal, sondern getrennt nach Empfängergruppen. So erkennst du Unterschiede im Verhalten – etwa zwischen Neukunden und Stammkunden.
4. Device-Analyse einbeziehen
Ein hoher Anteil an Mobilgerät-Nutzern erfordert ein angepasstes Newsletter-Design. Prüfe daher in deiner Analyse, auf welchen Geräten deine Mails geöffnet wurden – und optimiere entsprechend.
5. A/B-Tests richtig interpretieren
Newsletter-Analysen sind ideal, um A/B-Tests zu validieren. Teste Betreffzeilen, CTA-Positionen oder Designs – und vergleiche objektiv, was besser performt. Achte dabei auf statistische Signifikanz.
6. Verhalten nach Klick untersuchen
Wo landen Nutzer nach dem Klick? Kommen sie auf eine perfekt aufbereitete Landingpage oder eine überladene Homepage? Analysiere auch das Verhalten nach dem Newsletter – etwa mit UTM-Tracking und Webanalyse.
Beispielhafte Interpretation: Was sagen dir diese Zahlen?
Um die Theorie greifbarer zu machen, hier ein einfaches Beispiel für eine Newsletter-Analyse:
- Öffnungsrate: 38 %
- Klickrate: 2,4 %
- Abmelderate: 0,7 %
- Conversion-Rate: 0,9 %
Was bedeutet das?
- Die Öffnungsrate ist gut – Betreffzeile und Absender dürften stimmen.
- Die Klickrate ist ausbaufähig – ein klarer CTA oder relevanterer Content könnten helfen.
- Die Abmelderate ist leicht erhöht – möglicherweise ist der Inhalt nicht mehr auf die Empfänger abgestimmt.
- Die Conversion-Rate ist sehr niedrig – eventuell stimmt die Verknüpfung zwischen Newsletter und Landingpage nicht.
Mit diesen Erkenntnissen kannst du direkt in die Optimierung gehen – und deine nächste Kampagne gezielt verbessern. Tools wie GetResponse bieten dir hier eine besonders übersichtliche und datenschutzkonforme Auswertung. In unserem aktuellen GetResponse-Test haben wir die Stärken dieses Anbieters genauer beleuchtet.
Tool-Tipp: Genaue Analysen mit dem richtigen Newsletter-Tool
Die Qualität der Newsletter-Analysen hängt stark vom genutzten Tool ab. Einige Tools bieten nur Basis-Metriken, andere überzeugen mit tiefgehender Kampagnenauswertung, Heatmaps oder Echtzeitdaten.
Ein Beispiel: ConvertKit setzt auf einfache Segmentierung, verständliche Reports und eine intuitive Nutzerführung – ideal für Solopreneure oder kleinere Teams. Mehr dazu findest du in unserem ausführlichen ConvertKit-Test 2025.
Für größere Anforderungen bietet Brevo (ehemals Sendinblue) eine besonders umfangreiche Analyse-Sektion inklusive A/B-Tests und Automatisierungsreports. Unser Brevo-Test 2025 zeigt, wie leistungsstark das Tool wirklich ist.
Fazit: Newsletter-Analysen als Erfolgsbeschleuniger
Erfolgreiches E-Mail-Marketing basiert nicht nur auf guten Inhalten, sondern auch auf fundierten Entscheidungen – und diese entstehen nur durch korrekt interpretierte Newsletter-Analysen. Wer relevante Kennzahlen kennt, Trends erkennt und daraus Schlüsse zieht, spart Zeit, steigert seinen ROI und vermeidet Fehlentwicklungen.
Ob du gerade erst in den Bereich einsteigst oder deine Marketing-Mails aufs nächste Level bringen willst – der Schlüssel liegt in den Daten. Nimm dir die Zeit, deine Zahlen zu lesen. Sie verraten dir mehr über deine Zielgruppe als jede Marktforschung.
Und wenn du das passende Tool für deine Analyse suchst, findest du einen umfassenden Überblick in unserem Tool-Vergleich für 2025.
Weitere hilfreiche Beiträge rund ums Thema:
- 👉 Großer Vergleich der besten E-Mail-Marketing-Tools [hier entlang]
- 👉 GetResponse im Test: DSGVO, Preise & mehr [hier entlang]
- 👉 ConvertKit Review: Wie gut ist das Tool wirklich? [hier entlang]
- 👉 Brevo Erfahrungsbericht: E-Mail-Marketing im Check [hier entlang]