Mit dem PS: gezielt Call-to-Actions verstärken

Mit dem PS: gezielt Call-to-Actions verstärken

Einleitung: Kleine Zeile, große Wirkung

Der Postskriptum-Teil, kurz PS:, hat in E-Mails, Blogartikeln und sogar auf Landingpages einen festen Platz – und das zu Recht. Diese oft übersehene, scheinbar nebensächliche Zeile am Ende eines Textes birgt ein enormes Potenzial: Sie kann Aufmerksamkeit lenken, Emotionen verstärken und vor allem Call-to-Actions (CTAs) gezielt unterstützen. Wer im E-Mail-Marketing auf einen starken Abverkauf, mehr Leads oder Website-Klicks setzt, kommt an einem strategisch eingesetzten PS: kaum vorbei.

In diesem Beitrag erfährst du, wie du mit dem PS: Call-to-Actions gezielt verstärken kannst. Du erhältst praxisnahe Tipps, psychologische Hintergründe und konkrete Beispiele – alles, was du brauchst, um deine nächste E-Mail mit maximaler Wirkung abzuschließen.

Warum das PS: so erstaunlich gut funktioniert

Wer glaubt, das PS: sei bloßer Platzhalter am Ende einer E-Mail, irrt gewaltig. Studien im Neuromarketing und der Werbepsychologie zeigen: Das PS: ist einer der meistgelesenen Bereiche in einer E-Mail. Leserinnen und Leser überfliegen oft nur kurz den Haupttext, aber springen gedanklich ans Ende – direkt zum PS:. Genau hier kannst du einen letzten, wirkungsvollen Anker setzen und deine Call-to-Actions verstärken, ohne aufdringlich zu wirken.

  • Unser Gehirn liebt kurze, klare Botschaften – das PS: liefert genau das.
  • Es wirkt wie eine persönliche Empfehlung oder Zusatzinfo – Vertrauen entsteht.
  • Es hebt sich visuell und strukturell vom Fließtext ab – mehr Aufmerksamkeit.

Mit Blick auf moderne E-Mail-Kampagnen ist das PS: ein unterschätzter Hebel, der bei guter Gestaltung zu deutlich mehr Klicks und Conversions führen kann.

Wie du mit dem PS: Call-to-Actions wirklich verstärkst

1. Call-to-Action im PS: doppelt hält besser

Nicht jede*r Leser*in klickt sofort auf den Button, der mitten im Text platziert ist. Das PS: bietet dir eine zweite Chance. Wiederhole hier nicht einfach lieblos den CTA – formuliere ihn neu, emotionaler, kürzer oder mit einem anderen Nutzenfokus.

Beispiel: Statt „Jetzt bestellen“ im Button kannst du im PS: schreiben: PS: Deine neue Lieblingsjacke ist nur einen Klick entfernt!

2. Dringlichkeit oder Verknappung hinzufügen

Das PS: ist ein perfekter Ort, um FOMO (Fear of Missing Out) aufzubauen. Ergänze eine zeitliche Begrenzung oder eine Mengenangabe:

PS: Nur noch bis Sonntag – dann ist der Rabatt weg!
PS: Von diesem E-Book gibt es nur 500 Gratis-Downloads. Schnell sein lohnt sich.

3. Emotionale Trigger verwenden

Emotionen verstärken das Handeln. Wenn du den Nutzen deiner Aktion im PS: gefühlvoll kommunizierst, bleibt deine Botschaft besser hängen. Menschen kaufen nicht mit Fakten, sondern Emotionen – und rechtfertigen später rational.

4. Persönlicher Ton für mehr Nähe

PS: wirkt fast wie ein persönlicher Nachsatz – nutze genau diesen Effekt. Schreib so, als sprichst du eins-zu-eins mit deinem Leser. Authentizität und Persönlichkeit lassen deine CTA glaubwürdiger erscheinen.

5. Bonus oder Zusatzwert erwähnen

Überrasche dein Publikum mit einem Extra im PS:. Ein kostenloser Download, ein exklusiver Rabatt oder ein Geheimtipp – damit wirst du zum Mehrwert-Lieferanten.

So könnte das aussehen:
PS: Als kleines Dankeschön: Hol dir gratis unsere Checkliste für noch bessere Betreffzeilen.

Best Practices für das PS: in der Praxis

Du willst das PS: nicht nur kreativ, sondern auch strategisch nutzen? Dann beachte folgende Erfolgsfaktoren:

Keep it Short & Smart

Ein PS: sollte maximal zwei Sätze haben, idealerweise eine einzige starke Zeile. Je kürzer, desto eher wird es gelesen.

Vermeide Standardfloskeln

„PS: Danke fürs Lesen“ oder „Schöne Grüße“ im PS: verschwenden wertvolles Potenzial. Nutze diesen Ort für echte Wirkung, nicht für Höflichkeitsphrasen.

Mobile First

Viele Empfänger lesen E-Mails am Smartphone. Stelle sicher, dass dein PS: auch mobil schnell erfassbar ist. Klare Sprache, gute Lesbarkeit und kein unnötiger Textblock.

A/B-Tests durchführen

Teste verschiedene PS:-Formulierungen gegen die gleiche Zielgruppe. Kleine Änderungen können große Unterschiede in der Klickrate ausmachen.

Beispiele aus der Praxis: So geht’s richtig

Das PS: ist ein mächtiger Hebel – das zeigen auch erfolgreiche E-Mail-Marketing-Kampagnen. Ein Blick in bekannte Tools und ihre Praktiken kann dir helfen, die Wirkung noch besser einzuschätzen.

GetResponse: klare CTAs, emotional verstärkt

In unserem aktuellen GetResponse-Test zeigt sich, wie gut strukturierte E-Mails mit emotionalem PS: den Leser zum Klick motivieren. Ergänzende Hinweise wie „PS: Der schnellste Weg zu mehr Umsatz ist ein einfacher Klick“ machen den Unterschied.

ConvertKit: Storytelling plus PS-Effekt

ConvertKit setzt stark auf Storytelling und persönliche Ansprache. Am Ende folgt oft ein PS:, das wie ein vertraulicher Hinweis wirkt – etwa: „PS: Diese Strategie hat mir meinen ersten 5-stelligen Launch ermöglicht – teste sie selbst!“

Brevo: Klarheit, Struktur und PS mit Mehrwert

Im Brevo-Testbericht fällt auf, wie präzise Call-to-Actions formuliert sind – oft unterstützt durch ein verstärkendes PS:, das den Leser zum letzten Schritt motiviert.

Gute E-Mail-Marketing-Tools bieten A/B-Testfunktionen

Tools, die dir beim Testen verschiedener PS:-Varianten helfen, sparen Zeit und bringen messbare Erfolge. Ein Blick auf den E-Mail-Marketing-Tool-Vergleich lohnt sich, wenn du deine Tools auf Wirkung und Performance vergleichen möchtest.

Fazit: PS: Nie mehr weglassen!

Das klassische PS: ist weit mehr als eine veraltete Briefformel. In modernen E-Mail-Kampagnen funktioniert es als Verstärker für deine Call-to-Actions – und das oft effektiver als der Haupttext. Wer es klug einsetzt, kann Klickrate, Conversion und sogar Markenbindung deutlich steigern.

Also: Schreibe deinen nächsten CTA – und vergiss das PS: nicht. Mit dem richtigen Inhalt kannst du hier einen nachhaltigen Handlungsimpuls setzen. Kurz, prägnant, emotional und auf den Punkt.

PS: Wenn dein Leser nur eine Zeile liest – sorge dafür, dass es die richtige ist.


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