Die perfekte Frequenz: Wie oft solltest du wirklich senden?
Einleitung
E-Mail-Marketing ist ein mächtiges Werkzeug – aber nur, wenn du es richtig einsetzt. Eine der häufigsten Fragen im digitalen Marketing lautet: Wie oft solltest du wirklich senden? Zu häufige Mailings nerven, zu seltene geraten in Vergessenheit. Den perfekten Mittelweg zu finden, ist entscheidend für deine Öffnungsraten, Klicks und letztlich deinen Umsatz.
In diesem Artikel erfährst du, warum die Versandfrequenz so wichtig ist, wie du sie findest und was Studien sowie erfolgreiche Marketer dazu sagen. Außerdem lernst du Tools und Tricks kennen, mit denen du die ideale Frequenz für deine Zielgruppe bestimmen kannst.
Warum die Versandfrequenz so entscheidend ist
Deine E-Mail-Frequenz hat mehr Wirkung, als du vielleicht denkst. Sie beeinflusst:
- Öffnungsraten : Wer zu oft sendet, wird ignoriert. Wer zu selten kommuniziert, wird vergessen.
- Abmelderate: Eine zu aggressive Taktik kann treue Leser kosten.
- Kundenerwartung: Beständigkeit erzeugt Vertrauen – eine chaotische Frequenz das Gegenteil.
Beim Thema Wie oft solltest du wirklich senden, geht es also nicht nur um Quantität, sondern auch um strategische Planung. Jede E-Mail ist eine Gelegenheit – oder ein potenzieller Exit-Trigger.
Wie oft solltest du wirklich senden? Die besten Antworten sind datenbasiert
Laut einer Studie von Campaign Monitor bevorzugen die meisten Nutzer ein bis zwei E-Mails pro Woche. Doch „Durchschnittswerte“ sind mit Vorsicht zu genießen – sie sind kein Patentrezept. Viel entscheidender: Welche Inhalte du anbietest, wie engagiert deine Zielgruppe ist und in welchem Markt du dich bewegst.
Typische Frequenz-Strategien im Überblick
- Täglich: Kommt meist nur für Medienhäuser, Content-Newsletter oder E-Commerce mit täglich wechselnden Angeboten infrage.
- 3–4 Mal pro Woche: Funktioniert bei sehr engagierten Audiences oder bei zeitkritischen Inhalten, z. B. bei Launches.
- Wöchentlich: Der Standard für klassische Newsletter/Infobriefe. Verträglich für die meisten Leser.
- 2-wöchentlich oder monatlich: Für B2B-Kontakte beliebt. Längere Inhalte, weniger Frequenz – aber relevant.
Das Wichtigste: Teste deine Frequenz. Passe sie an das Verhalten deiner Abonnenten an. Viele fortschrittliche E-Mail-Marketing-Tools bieten hierzu hilfreiche Auswertungen. Du findest eine Übersicht moderner Plattformen auf unserer Vergleichsseite der besten E-Mail-Marketing-Tools 2025.
So ermittelst du die ideale Mailing-Frequenz
1. Zielgruppe analysieren
Frage dich: Wer liest deine E-Mails? Privatpersonen, Unternehmen, Stammkunden, Leads? Je besser du das Nutzerverhalten kennst, desto präziser kannst du den richtigen Takt finden. Stell dir unter anderem folgende Fragen:
- Wie oft öffnen meine Leser die E-Mails?
- Wo brechen sie ab? Was interessiert sie?
- Wie regelmäßig konsumieren sie deine Inhalte anderweitig (z. B. Social Media)?
Der Schlüssel liegt darin, nicht einfach stumpf zu senden, sondern zu kommunizieren.
2. Öffnungs- und Klickraten auswerten
Sie sind dein Seismograph. Sinkende Öffnungsraten? Möglicherweise sendest du zu häufig. Steigende Interaktion? Möglicherweise kannst du die Frequenz sogar erhöhen. Tools wie GetResponse machen solche Analysen besonders leicht verständlich. Unser aktueller GetResponse-Test zeigt dir, wie flexibel das Tool dabei ist – auch in puncto DSGVO-Konformität.
3. Fragen statt raten
Warum nicht einfach deine Abonnenten fragen, wie oft solltest du wirklich senden? Eine kurze Umfrage nach der Anmeldung oder beim nächsten Versand kann Wunder wirken. Auch Segmentierung ist goldwert: Lass die Leser über ihre bevorzugte Frequenz selber entscheiden – z. B. wöchentlich, zweiwöchentlich oder nur bei wichtigen Updates.
4. A/B-Tests für Frequenzen
Du möchtest wissen, ob zwei wöchentliche E-Mails besser performen als eine? Dann teste es! Mit einem A/B-Test kannst du zwei Gruppen gegeneinander laufen lassen – jeweils mit einer anderen Frequenz. So erhältst du echte Nutzerdaten statt theoretischer Annahmen.
Plattformen wie ConvertKit bieten hier besonders leicht bedienbare Split-Test-Funktionen. Ideal für alle, die intelligent optimieren wollen, statt blind anzunehmen.
Beispiele aus der Praxis: Unterschiedliche Frequenzen, unterschiedliche Ergebnisse
Beispiel E-Commerce (täglich bis 3× wöchentlich)
Marken wie Zalando oder About You versenden zum Teil täglich. Warum? Ihre Abonnenten wollen neue Deals. Hier funktioniert eine hohe Frequenz – WENN der Inhalt stimmt. Personalisierte Produktempfehlungen, limitierte Angebote oder Aktionen machen die hohe Frequenz sinnvoll.
Beispiel B2B-Dienstleister (1–2× monatlich)
Ein monatlicher Fachnewsletter mit hochwertigen Einblicken kann ausreichen, um einen Expertenstatus zu behaupten – vorausgesetzt, der Inhalt liefert echten Mehrwert. Viele Konsultationsdienste und SaaS-Anbieter fahren mit dieser Taktung gut.
Beispiel Infopreneur / Creator (1–2× wöchentlich)
Influencer, Blogger oder Coaches versenden typischerweise wöchentliche oder mehrfache Mails pro Woche – z. B. Montags Content, Freitags Angebote. Die Leser sind es gewohnt und nehmen diese Frequenz positiv auf – wenn die Storys stimmen.
Was tun, wenn du zu viel oder zu wenig gesendet hast?
Die Realität: Niemand trifft immer die perfekte Frequenz. Doch du kannst jederzeit gegensteuern:
- Du hast zu viel gesendet? Fahre zurück. Kommuniziere offen (“Wir haben unsere Frequenz überarbeitet…”)
- Du hast zu selten gesendet? Starte eine Reaktivierungs-Kampagne. Hole die Leser behutsam zurück.
Mit einem Tool wie Brevo (ehemals Sendinblue) kannst du übrigens ganz einfach verschiedene Frequenzgruppen anlegen und Splits sowie Automatisierungen fahren – hilfreich, wenn du mehr Kontrolle wünschst.
7 konkrete Tipps für die perfekte E-Mail-Marketing-Frequenz
- Finde die Balance: Häufig genug, um relevant zu bleiben, selten genug, um nicht zu nerven.
- Segmentiere deine Liste nach Interessen, Engagement oder Verhalten.
- Lass deine Leser entscheiden, wie oft sie Post wollen.
- Nutze Verhaltenstrigger – z. B. sende mehr nach Klick, weniger nach Ignoranz.
- Führe A/B-Tests durch – bei Betreff, Inhalt und Frequenz.
- Checke regelmäßig deine KPIs – vor allem Öffnungs- und Abmelderate.
- Kommuniziere transparent, wenn du Änderungen vornimmst.
Fazit: Wie oft solltest du wirklich senden?
Die perfekte Frequenz ist individuell. Es gibt keine Universallösung. Stattdessen gilt: Teste, analysiere, optimiere. Du musst herausfinden, was deine Zielgruppe toleriert – und was sie begeistert. Dabei helfen Daten, Tools und eine klare Strategie.
Wichtig: Lieber eine gute Mail zu viel als fünf belanglose zu wenig. Qualität schlägt Quantität – immer. Doch damit du auch bei vielen Mails relevant bleibst, brauchst du Wissen über deine Leser, die richtigen Werkzeuge und klar definierte Ziele.
E-Mail-Marketing bleibt eines der effektivsten Kanäle – wenn du es richtig timst. Also: Fang an zu testen und finde heraus, wie oft solltest du wirklich senden, um deine Community nicht zu verlieren, sondern zu wachsen.
Weitere hilfreiche Beiträge rund ums Thema:
- 👉 Großer Vergleich der besten E-Mail-Marketing-Tools hier entlang
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- 👉 ConvertKit Review: Wie gut ist das Tool wirklich? hier entlang
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