Wie du deine Newsletter-Barrierefreiheit verbesserst

Wie du deine Newsletter-Barrierefreiheit verbesserst

Einleitung: Warum Barrierefreiheit im Newsletter zählt

E-Mail-Marketing ist einer der effektivsten Kanäle, um Kunden zu erreichen. Doch ein wichtiger Aspekt wird häufig übersehen: die Barrierefreiheit. Viele Unternehmen versenden Newsletter, ohne sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderungen die Inhalte problemlos konsumieren können. Dabei ist barrierefreies Design kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit – rechtlich, ethisch und wirtschaftlich.

In diesem Beitrag erfährst du, wie du deine Newsletter-Barrierefreiheit verbesserst, welche Vorteile das mit sich bringt und welche technischen sowie gestalterischen Aspekte eine Rolle spielen. Für Einsteiger und Fortgeschrittene im E-Mail-Marketing bietet der Artikel konkrete Handlungsempfehlungen, Tools und bewährte Praxisbeispiele.

Problemstellung: Barrieren im digitalen Postfach

Rund 10 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Behinderungen – weltweit sind es über eine Milliarde. Viele greifen auf Hilfsmittel wie Screenreader, vergrößerten Text oder alternative Steuerungsmethoden zurück. Doch wer im E-Mail-Marketing nicht auf inklusives Design achtet, schließt diese Zielgruppen durch unlesbare Layouts, fehlende Alt-Texte oder unklare Strukturen systematisch aus.

Ein schlecht optimierter Newsletter kann:

  • von Screenreadern nicht korrekt vorgelesen werden,
  • für Sehbehinderte unverständlich sein,
  • für Menschen mit motorischen Einschränkungen schwer navigierbar sein,
  • vertrauensmindernd wirken – insbesondere wenn wichtige Informationen nicht zugänglich sind.

Zusätzlich verlangt die EU-Richtlinie über barrierefreie Websites und mobile Anwendungen bereits heute von öffentlichen Stellen digitale Barrierefreiheit. Die kommerzielle Wirtschaft wird ebenfalls zunehmend in die Pflicht genommen. Die Verbesserung der Newsletter-Barrierefreiheit hilft also nicht nur deinen Nutzern – sie steigert auch deine rechtliche Sicherheit und Markenreputation.

Newsletter-Barrierefreiheit verbessern: 8 praxisnahe Tipps

Wie sieht ein barrierefreier Newsletter aus? Was muss beachtet werden? Die folgenden Schritte helfen dir, deinen Newsletter für alle Empfänger zugänglich zu gestalten.

1. Strukturierter HTML-Code

Screenreader analysieren E-Mails anhand des zugrunde liegenden HTML-Codes. Verwende daher sauberen und semantisch korrekten Code. Nutze Überschriftenhierarchien (h1–h3), klare Absätze, Listen und Verlinkungen, die im Kontext verständlich sind. Vermeide Layouts, die ausschließlich auf visuelle Elemente setzen.

2. Alternativtexte für Bilder

Wenn Empfänger Bilder nicht sehen oder deaktiviert haben, bleiben Inhalte ohne alt-Attribut unsichtbar. Verwende sprechende Alt-Texte, die beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist oder welche Bedeutung das Bild im Kontext hat. Beispiel: Statt „image1.png“ besser: „Infografik zur Öffnungsrate im E-Mail-Marketing“.

3. Kontraste und Farben beachten

Stelle sicher, dass der Text ausreichend vom Hintergrund abgehoben ist. Die WCAG-Richtlinien empfehlen ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1 für normalen Text und 3:1 für großen Text. Vermeide es, Informationen ausschließlich über Farbe zu vermitteln – z. B. grün = „aktiv“, rot = „inaktiv“ ohne zusätzliche Icons oder Labels.

4. Schriftgrößen und Schriftarten anpassen

Ein zu kleiner, unleserlicher Text schreckt nicht nur Menschen mit Sehbeeinträchtigung ab. Verwende mindestens 14px für Fließtext – besser noch 16px. Verzichte auf verspielte oder schwer lesbare Fonts. Web-sichere Schriftarten wie Arial, Verdana oder Open Sans haben sich bewährt.

5. Interaktive Elemente gezielt einsetzen

Buttons und Links sollten klar zu erkennen, mit Tastatur navigierbar und mit eindeutiger Beschriftung versehen sein. „Mehr erfahren“ reicht nicht aus – besser ist: „Mehr zum Newsletter-Tool-Vergleich erfahren“.

Wenn du den passenden Anbieter für barrierearme Newsletter suchst, ist unser großer E-Mail-Marketing-Tool-Vergleich 2025 eine gute Anlaufstelle. Viele moderne Tools bieten bereits Accessibility-Features an.

6. Mobile Barrierefreiheit nicht vergessen

Smartphones und Tablets sind für viele Nutzer die Hauptschnittstelle zur digitalen Welt. Responsive Design ist Pflicht. Achte darauf, dass Buttons groß genug sind (mindestens 44×44 px Fläche) und dass Inhalte sauber gestapelt angezeigt werden.

7. Textlinks und Lesbarkeit

Setze auf verständliche Texte in einfacher Sprache. Gliedere deine Inhalte mit Zwischenüberschriften, Bulletpoints und kurzen Absätzen. Und: Mache Links erkennbar – z.B. durch Unterstreichung oder Farbgebung. Dabei spielt auch eine klare Linkbenennung eine Rolle, insbesondere in Screenreadern.

8. Testen, testen, testen

Barrierefreiheit entsteht nicht „aus Versehen“. Nutze Testtools wie:

  • Screenreader (z. B. NVDA, VoiceOver)
  • Kontrastanalyse-Tools (z. B. WebAIM Contrast Checker)
  • Barrierefreiheits-Checker in E-Mail-Marketing-Tools

Einige Anbieter wie GetResponse, ConvertKit und Brevo bieten dir integrierte Vorschauen und Assistenten für barrierearme Inhalte. So testest du bereits vor dem Versand, wie deine E-Mail für verschiedene Nutzergruppen aussieht.

Beispiele & Vergleiche: Newsletter-Barrierefreiheit in der Praxis

GetResponse: Fokus auf Lesbarkeit und Templates

GetResponse punktet mit zugänglichen Newsletter-Vorlagen, die bereits viele Richtlinien für barrierefreies Design berücksichtigen. Besonders nützlich: Die Vorlagen unterstützen die Nutzung von Alt-Texten und validieren Farbschemata. Mehr dazu im ausführlichen GetResponse-Test.

ConvertKit: Minimalismus trifft Benutzerfreundlichkeit

ConvertKit vereinfacht das Layout und verzichtet auf überladene Designs. Dadurch entsteht eine natürliche Barrierefreiheit, da sich Texte, Links und Calls-to-Action leichter navigieren lassen. Ideal für Einsteiger mit Fokus auf Inhalt statt Design. Einen detaillierten Blick findest du im ConvertKit-Review.

Brevo: Nutzerzentriert & flexibel

Brevo (ehemals Sendinblue) ermöglicht durch Drag-and-drop-Editoren die Umsetzung strukturierter E-Mails auch ohne HTML-Kenntnisse. Zudem lassen sich barrierefreie Vorlagen direkt verwenden. Mehr Infos dazu findest du im Brevo-Erfahrungsbericht.

Fazit: Mehr Reichweite durch inklusive Kommunikation

Barrierefreiheit sollte von Anfang an in dein E-Mail-Marketing integriert sein – nicht erst als nachträglicher Fix. Mit wenigen Anpassungen erreichst du mehr Menschen, vermeidest rechtliche Stolperfallen und steigerst die Nutzerzufriedenheit nachhaltig. Wer bewusst die Newsletter-Barrierefreiheit verbessert, zeigt Verantwortung – und hebt sich in einem überfüllten Posteingang positiv ab.

Denk daran: Barrierefreiheit ist kein Einmalprojekt. Sie ist ein fortlaufender Prozess, in dem du kontinuierlich lernen, testen und optimieren solltest. Tools und Tests helfen dir dabei – aber der wichtigste Schritt ist deine bewusste Entscheidung für mehr digitale Inklusion.

Weitere hilfreiche Beiträge rund ums Thema:

  • 👉 Großer Vergleich der besten E-Mail-Marketing-Tools hier entlang
  • 👉 GetResponse im Test: DSGVO, Preise & mehr hier entlang
  • 👉 ConvertKit Review: Wie gut ist das Tool wirklich? hier entlang
  • 👉 Brevo Erfahrungsbericht: E-Mail-Marketing im Check hier entlang

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