Preheader-Texte: Der unterschätzte KPI-Treiber

Preheader-Texte: Der unterschätzte KPI-Treiber

1. Einleitung

Im E-Mail-Marketing wird viel über Betreffzeilen, Conversion Rates und Automation gesprochen. Doch ein entscheidender Erfolgsfaktor bleibt häufig im Schatten: der Preheader-Text. Obwohl er maßgeblich beeinflusst, ob eine E-Mail geöffnet wird oder nicht, wird dieser kleine, aber feine Text oft vernachlässigt. Dabei können optimierte Preheader-Texte ein echter KPI-Treiber sein – mit direktem Einfluss auf Öffnungsraten und letztlich Einnahmen.

In diesem Artikel erfährst du, warum Preheader-Texte so wichtig sind, welche Wirkung sie haben und wie du sie gezielt einsetzt, um deine E-Mail-Kampagnen erfolgreicher zu machen. Ob Anfänger oder fortgeschrittener E-Mail-Marketer – hier findest du praxisnahe Tipps, Best Practices und konkrete Beispiele für mehr Performance im Posteingang.

2. Relevanz: Warum Preheader-Texte über Erfolg oder Misserfolg entscheiden

Jede E-Mail im Marketing kämpft um Aufmerksamkeit im Posteingang. Nutzer*innen sehen im Regelfall drei Dinge, bevor sie eine Mail öffnen:

  1. Den Absendernamen
  2. Die Betreffzeile
  3. Den Preheader-Text

Gerade der Preheader-Text – auch Vorschautext genannt – ergänzt die Betreffzeile und liefert wertvolle Zusatzinformationen. Er fungiert als Mini-Trailer der E-Mail und kann Neugier wecken, Mehrwerte kommunizieren oder zum Handeln motivieren. Trotzdem wird er oft dem Zufall überlassen oder bleibt leer, sodass Systeme stattdessen technischen oder irrelevanten Text darstellen – verschwendetes Potenzial.

Was viele nicht wissen: Tools wie Gmail oder Apple Mail zeigen standardmäßig die ersten 35–140 Zeichen nach der Betreffzeile als Preheader an – auch mobil. Das macht ihn zu einer entscheidenden Stellschraube für höhere Öffnungsraten.

Ein KPI-Treiber mit direkter Auswirkung

Unternehmen, die ihre Preheader-Texte systematisch optimieren, berichten von signifikant besseren Öffnungs- und Klickraten. Da der Preheader direkten Einfluss auf die Öffnungsrate nimmt, beeinflusst er automatisch auch andere Kennzahlen im Funnel – wie etwa die Click-Through-Rate oder auch den Umsatz pro E-Mail.

3. Lösungen, Tipps & Best Practices für überzeugende Preheader-Texte

Wie kannst du also diesen oft übersehenen Bereich strategisch nutzen? Hier kommen konkrete Tipps, wie du aus jedem Preheader ein Conversion-Werkzeug machst.

1. Preheader bewusst formulieren

Nutze den Preheader nicht als reinen Wiederholungstext der Betreffzeile. Viel wirkungsvoller ist es, ihn als Erweiterung oder Ergänzung zu schreiben. Beispiel:

  • Betreff: „Jetzt 20 % sparen – nur heute!“
  • Preheader: „Das letzte Sommerangebot wartet – Versand gratis inklusive.“

2. Relevanz durch Personalisierung

Tools wie GetResponse oder ConvertKit erlauben dynamische Personalisierung von Preheadern. Sprich deine Empfänger*innen direkt an – das schafft Vertrauen und Relevanz.

  • „Lisa, dein Rabatt läuft heute ab – schnell sichern!“
  • „Tom, deine Wunschliste ist fast ausverkauft!“

3. Mobil denken: Kürze und Klarheit

Über 50 % aller Marketing-Mails werden laut Studien mobil geöffnet. Deshalb sollte dein Preheader in maximal 70 Zeichen die Hauptbotschaft transportieren. Alles darüber kann je nach Mailclient abgeschnitten werden.

4. A/B-Tests für Preheader-Texte nutzen

Nicht nur Betreffzeilen, auch Preheader lassen sich testen. Experimentiere mit Varianten:

  • Emotional vs. informativ
  • Kurz & knapp vs. ausführlich
  • Frage vs. Aussage

So findest du heraus, was bei deiner Zielgruppe besser funktioniert – besonders sinnvoll bei großen Versandlisten.

5. Vermeide leere oder technische Preheader

Typischer Fehler: kein hinterlegter Preheader-Text. Dann erscheinen Standardformulierungen oder HTML-Elemente wie „Klicken Sie hier, um diese Nachricht im Browser zu sehen“. Das wirkt unprofessionell und kostet dich wertvolle Aufmerksamkeit.

Lösungen wie Brevo erlauben eine gezielte Gestaltung des Preheaders und oft sogar eine Vorschau-Funktion.

4. Beispiele & Vergleiche aus der Praxis

Um die Wirkung von Preheader-Texten besser zu verstehen, lohnt ein direkter Vergleich. Hier einige reale Beispiele, wie ein guter Preheader eine E-Mail aufwerten kann – im Vergleich zu einem schlechten oder fehlenden.

Vergleich 1: E-Commerce-Kampagne

Betreff Preheader A (schlecht) Preheader B (gut)
Bis zu 40 % auf alle Sneaker! Wenn die E-Mail nicht korrekt angezeigt wird, klicken Sie hier. Nur heute: Air Max & Co. zum Rekordpreis – dein Lieblingspaar wartet!

Vergleich 2: B2B-Newsletter

Betreff Preheader A (generisch) Preheader B (personalisiert)
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Beispiel aus meiner Tool-Auswahl

Beim kürzlich durchgeführten Vergleich der besten E-Mail-Marketing-Tools zeigte sich deutlich, dass Anbieter mit guter Preheader-Steuerung bessere Testergebnisse in Sachen Öffnungsrate erzielten. Gerade User von Brevo & Co. profitieren von Funktionen zur personalisierten Vorschau und mobilen Optimierung.

Implementierung im Tool: So geht’s

In den meisten modernen E-Mail-Marketing-Systemen kannst du den Preheader beim Aufbau einer Kampagne direkt unterhalb der Betreffzeile hinzufügen. Achte auf folgende Punkte:

  • Keyword-Platzierung möglichst weit vorne
  • Kein reines Duplikat der Betreffzeile
  • Vermeidung passiver Sprache

Die besten Tools wie in unserem großen Toolvergleich 2025 bieten sogar Vorschaufunktionen, wie der Preheader bei verschiedenen Mailclients aussieht – unverzichtbar für Profis.

5. Fazit: Preheader als Geheimwaffe im Posteingang

Preheader-Texte sind keine Nebensache – sie sind tragende Elemente jeder erfolgreichen E-Mail. Wer den Preheader strategisch nutzt, kann sichtbare Effekte bei Öffnungs-, Klick- und Konversionsraten erzielen. In einer Welt voller E-Mails hängt der Erfolg oft an wenigen Sekunden – nutze sie optimal.

Zusammengefasst:

  • Preheader sollten als eigenständiger Text geplant werden
  • Sie ergänzen die Betreffzeile und erhöhen Relevanz
  • Mobiloptimierung und Kürze sind Pflicht
  • Nutze Personalisierung und Tests für maximale Wirkung

Wer seine KPI verbessern will, findet in Preheadern einen mächtigen Hebel – ganz ohne großen Mehraufwand. Dein nächstes Mailing verdient es.

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