Welche KPIs im E-Mailmarketing wirklich wichtig sind
Einleitung: Warum Sie Ihre E-Mail-Marketing-KPIs besser kennen sollten
E-Mail-Marketing gehört zu den effektivsten Disziplinen im digitalen Marketing-Mix – aber nur dann, wenn Sie wissen, was Sie tun. Die Erfolgskontrolle spielt dabei eine Schlüsselrolle. Doch welche KPIs im E-Mailmarketing sind wirklich wichtig, um fundierte Entscheidungen zu treffen? Genau damit beschäftigt sich dieser Artikel.
Wir liefern einen umfassenden Überblick über die relevantesten Kennzahlen, zeigen, wie Sie sie richtig interpretieren und bieten praxisnahe Tipps, um Ihre Kampagnen datenbasiert zu optimieren. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener – am Ende dieses Beitrags wissen Sie, worauf es im E-Mailmarketing beim Monitoring wirklich ankommt.
Warum KPIs im E-Mailmarketing nicht gleich KPIs sind
Im E-Mailmarketing gibt es eine Vielzahl von Metriken. Nicht alle sind gleich sinnvoll – viele lenken sogar eher ab. Wer sich zu sehr auf irrelevante Zahlen konzentriert, verliert leicht den Blick fürs Wesentliche. Statt auf jeden Prozentwert zu starren, sollten Sie sich auf die KPIs fokussieren, die echte Insights liefern und zur Optimierung beitragen.
Die Kunst liegt also nicht nur darin, Daten zu sammeln, sondern darin, die richtigen Daten zur richtigen Zeit verstehen zu können. Und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Wer seine Ziele kennt, erkennt auch leichter, welche Kennzahlen Sinn ergeben – und welche reine Statistikkosmetik sind.
Welche KPIs im E-Mailmarketing wirklich wichtig sind – die Top 8 im Überblick
Im Folgenden stellen wir die KPIs vor, die im E-Mailmarketing wirklich wichtig sind. Plus: Interpretationstipps und Benchmarks, an denen Sie sich orientieren können.
1. Öffnungsrate (Open Rate)
Die Öffnungsrate gibt an, wie viele Empfänger Ihre E-Mail geöffnet haben – gemessen an allen zugestellten Mails. Zwar wird seit Einführung von iOS 15 verstärkt über die Sinnhaftigkeit dieser KPI diskutiert, dennoch bleibt sie ein zuverlässiger Frühindikator für Betreffzeilen und Versandzeitpunkte.
Warum wichtig? Die Öffnungsrate zeigt, ob Ihr Betreff die Aufmerksamkeit weckt. Sie korreliert häufig mit der Relevanz für die Zielgruppe.
Richtwert: 20–30 %
Tipp: Testen Sie A/B-Varianten Ihrer Betreffzeile regelmäßig – auch Emojis oder Personalisierungen können die Rate verbessern.
2. Klickrate (Click Rate)
Die Klickrate zeigt, wie viele Empfänger nach dem Öffnen auch auf einen Link in Ihrer E-Mail geklickt haben. Sie ist entscheidend für die Bewertung von Call-to-Actions und Content.
Warum wichtig? Nur wer klickt, kann konvertieren. Diese KPI ist unmittelbar mit Leads oder Sales verknüpft.
Richtwert: 2–5 %
Profi-Tipp: Wer seine Klickrate steigern möchte, sollte strukturierte Layouts und deutlich sichtbare Buttons verwenden.
3. Klick-zu-Öffnungsrate (CTOR)
Die Click-To-Open-Rate (CTOR) gibt an, wie viele Klicks im Verhältnis zu den Öffnungen erzielt wurden. Sie ist eine der präzisesten KPIs im E-Mailmarketing.
Warum wichtig? Die CTOR zeigt, wie überzeugend Ihr Inhalt nach der Öffnung ist. Ist sie niedrig, liegt das Problem vermutlich im E-Mail-Design oder in der Relevanz der Angebote.
Richtwert: 10–20 %
Hinweis: CTOR wird oft unterschätzt, dabei bringt sie wertvolle Einblicke in das tatsächliche Engagement nach dem Öffnen.
4. Abmelderate (Unsubscribe Rate)
Hier wird gemessen, wie viele Abonnenten sich nach einer Kampagne abmelden. Obwohl diese KPI unangenehm wirkt, ist sie ein extrem wichtiger Qualitätsindikator.
Warum wichtig? Viele Abmeldungen deuten auf irrelevante Inhalte oder zu hohe Frequenz hin. Die Abmelderate hilft, Content langfristig besser auszusteuern.
Richtwert: unter 0,5 %
Tipp: Stellen Sie sicher, dass Ihre Segmentierung gut funktioniert. Je passender die Inhalte, desto geringer die Abmelderate.
5. Bounce Rate
Nicht zugestellte E-Mails werden als Bounces behandelt. Man unterscheidet zwischen Hard Bounces (dauerhaft unzustellbar) und Soft Bounces (temporäre Probleme).
Warum wichtig? Eine hohe Bounce Rate deutet auf eine nicht gepflegte Liste hin und kann Ihre Reputation als Absender gefährden.
Richtwert: unter 2 %
Praxis-Tipp: Nutzen Sie automatisiertes Listen-Management. Die meisten Anbieter entfernen Hardbounces automatisch.
6. Spam-Beschwerden
Diese Rate zeigt an, wie viele Empfänger Ihre Mail als Spam markiert haben. Sie ist kritisch, da sie die Sender-Reputation direkt beeinflusst.
Warum wichtig? Bereits wenige Spam-Meldungen können zu Zustellproblemen führen – vor allem bei aggressiven oder irrelevanten Kampagnen.
Richtwert: unter 0,1 %
Vermeiden Sie: kryptische Absendernamen, irrelevante Inhalte und zu häufige Mailings.
7. Conversion Rate
Die Conversion Rate misst den Anteil der Empfänger, die nach dem Klick eine gewünschte Aktion ausgeführt haben, z. B. Kauf, Anmeldung oder Download.
Warum wichtig? Letztlich entscheidet die Conversion Rate über den wirtschaftlichen Erfolg Ihrer Kampagne.
Richtwert: extrem abhängig von Ziel und Zielgruppe – typischerweise 1–5 %
Empfehlung: Tracken Sie Conversions mithilfe von UTM-Parametern und integrieren Sie Ihr E-Mailmarketing mit Web-Tracking.
8. ROI (Return on Investment)
Der „Return on Investment“ zeigt, wie viel Euro Sie durch Ihre Kampagnen im Verhältnis zu den eingesetzten Kosten erwirtschaftet haben.
Warum wichtig? Keine Kennzahl ist direkter mit wirtschaftlichem Erfolg verknüpft als der ROI.
Benchmark: Laut DMA liegt der durchschnittliche ROI im E-Mailmarketing bei ca. 42 : 1
Profi-Tipp: Kombinieren Sie den ROI mit Segmentierungsdaten, um Kanal, Zielgruppe oder Kampagnenform besser auszusteuern.
Wie Sie relevante KPIs wirksam interpretieren und nutzen
Die genannten KPI sind nicht im luftleeren Raum zu betrachten. Relevanz entsteht erst durch die Verknüpfung mit konkreten Marketingzielen: Möchten Sie mehr Verkäufe, höhere Newsletterbindung oder die Bekanntheit steigern?
Ein weiterer Erfolgsfaktor: Segmentieren Sie Ihre Zielgruppen und prüfen Sie, wie sich die KPIs je Zielgruppe unterscheiden. Denn was bei Stammkunden funktioniert, muss bei Neukunden nicht wirken.
Ein gutes E-Mail-Marketing-Tool hilft beim Tracking, Reporting und der Interpretation der wichtigsten KPIs. Wer noch auf der Suche nach einem passenden Tool ist, findet im E-Mail-Marketing-Tool-Vergleich 2025 wertvolle Orientierung.
Beispielhafter Vergleich: ConvertKit vs. GetResponse vs. Brevo
Nicht jedes Tool bringt alle Kennzahlen standardmäßig mit. Ein Vergleich zeigt interessante Unterschiede:
- ConvertKit setzt stark auf Creator-Zielgruppen, mit einfacher KPI-Übersicht und starker Automatisierung.
- GetResponse punktet mit sehr detaillierten Analytics, ROI-Berechnung und Zielgruppenanalyse.
- Brevo bietet eine breite Reporting-Funktion – von der Öffnungsrate bis zur Transaktionsverfolgung.
Kurz gesagt: Wer seine Zahlen kennt und Tools gezielt auswählt, verschafft sich einen immensen Vorteil im E-Mailmarketing-Alltag.
Fazit: Wer die richtigen KPIs kennt, gewinnt
Die Frage, welche KPIs im E-Mailmarketing wirklich wichtig sind, lässt sich fundiert beantworten: Relevanz schlägt Quantität. Statt sich in einer Flut an Daten zu verlieren, sollten Marketer auf qualitativ hochwertige Kennzahlen setzen, die mit konkreten Marketingzielen verknüpft sind.
Ob Öffnungsrate, Klickrate oder Conversion Rate – wer diese Werte systematisch verbessert, steigert die Performance nachhaltig. Entsprechend lohnt sich die Investition in das Monitoring und die kontinuierliche Optimierung Ihrer KPIs – idealerweise unterstützt durch ein professionelles Tool.
Wenn Sie noch unsicher sind, mit welchem Tool Sie starten sollen, hilft unser großer E-Mail-Marketing-Tool-Vergleich 2025 weiter. Oder werfen Sie einen genaueren Blick auf unsere Testberichte zu ConvertKit, GetResponse und Brevo.
Weitere hilfreiche Beiträge rund ums Thema:
- 👉 Großer Vergleich der besten E-Mail-Marketing-Tools [hier entlang]
- 👉 GetResponse im Test: DSGVO, Preise & mehr [hier entlang]
- 👉 ConvertKit Review: Wie gut ist das Tool wirklich? [hier entlang]
- 👉 Brevo Erfahrungsbericht: E-Mail-Marketing im Check [hier entlang]