Die häufigsten DSGVO-Fallen und wie du sie vermeidest

Die häufigsten DSGVO-Fallen und wie du sie vermeidest

1. Einleitung

Seit dem Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Mai 2018 ist der Datenschutz in der EU nicht mehr optional, sondern Pflicht. Für Betreiber von Websites, Online-Shops und besonders E-Mail-Marketing-Kampagnen bedeutet das: großer Respekt vor Abmahnungen, Bußgeldern und genervten Newsletter-Abonnenten. Dabei begegnet uns eines immer wieder: dieselben Fehler. In diesem Beitrag erfährst du, welche DSGVO-Fallen am häufigsten auftreten – und wie du sie vermeidest. Ganz gleich, ob du noch am Anfang stehst oder schon ein echter Marketing-Profi bist.

2. Warum die DSGVO so wichtig ist – und worin die Herausforderungen liegen

Viele Unternehmen unterschätzen die Tragweite der DSGVO im E-Mail-Marketing. Dabei geht es nicht nur um gegebenes Einverständnis für den Newsletter-Versand, sondern auch um klare Informationen, Datensparsamkeit, Nachweispflichten und technisch einwandfreie Umsetzungen.

Vor allem im E-Mail-Marketing lauern einige DSGVO-Fallen, die sich mit dem richtigen Wissen oft vermeiden lassen – andernfalls drohen Bußgelder von bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des Jahresumsatzes. Risiko, das sich kein Unternehmen leisten kann. Wenn du DSGVO-konform handeln willst, musst du die häufigsten Stolpersteine kennen. Und das bedeutet mehr als nur ein Häkchen beim Formular.

3. Die häufigsten DSGVO-Fallen im E-Mail-Marketing – und wie du sie vermeidest

Nachfolgend findest du die häufigsten DSGVO-Fallen – sortiert nach ihrem Risiko- und Praxisfaktor. Zudem erhältst du Tipps für deine datenschutzfreundliche Umsetzung.

3.1 Fehlendes oder fehlerhaftes Double-Opt-in

Der Klassiker: Du verschickst einen Newsletter, aber dein Abonnent hat diesen nicht rechtssicher bestätigt. Ein einfaches Opt-In reicht nicht – erst das sogenannte Double-Opt-in gilt als DSGVO-konform. Dabei erhält der Nutzer nach Eintrag seiner E-Mail-Adresse eine Bestätigungsmail, in der er mit einem Klick den Eintrag bestätigt.

Achte außerdem darauf, dass du den Anmeldeprozess transparent dokumentierst – inklusive IP-Adresse, Zeitstempel und Inhalt des Bestätigungstexts.

3.2 Unklare oder fehlende Datenschutzerklärung

Viele Formulare verlinken nicht oder falsch auf die Datenschutzerklärung. Dabei fordert die DSGVO: Nutzer müssen schon vor dem Absenden wissen, was mit ihren Daten passiert. Das gilt für alle Formulare – auch bei Gewinnspielen oder Freebies.

  • Platziere einen klar sichtbaren Hinweis auf deine Datenschutzerklärung
  • Verlinke direkt unter dem Formularfeld
  • Formuliere präzise und leicht verständlich

3.3 Kein Nachweis der Einwilligung

Selbst wenn du rechtlich korrektes Double-Opt-in nutzt, brauchst du ein System, mit dem du nachvollziehbar nachweisen kannst, wann und wie der Abonnent eingewilligt hat. Manche Tools speichern diese Daten unvollständig oder gar nicht.

Deshalb lohnt sich ein Blick auf spezialisierte Anbieter. Unser Vergleich der besten E-Mail-Marketing-Tools 2025 hilft dir dabei, ein DSGVO-sicheres Tool auszuwählen.

3.4 Drittanbieter ohne Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)

Wenn du einen E-Mail-Marketing-Dienstleister wie GetResponse, ConvertKit oder Brevo nutzt, musst du mit dem Anbieter einen sogenannten AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag) abschließen. Ohne diesen Vertrag ist die Datenverarbeitung unzulässig – selbst dann, wenn alle anderen Prozesse sauber sind.

Mehr Infos dazu findest du in unserem GetResponse-Test, in dem wir klären, wie der Anbieter beim Thema DSGVO aufgestellt ist.

3.5 Unzureichende Informationen über Datenverarbeitung

Was passiert nach der Anmeldung? Welche Daten speicherst du? Wie lange? Warum? Nutzer haben laut DSGVO ein Recht darauf, all das präzise zu erfahren – möglichst transparent und in einfacher Sprache.

Deshalb empfiehlt es sich, deine Formularseite, Danke-Seite und Datenschutzerklärung perfekt aufeinander abzustimmen. Je klarer du formulierst, desto geringer ist dein Risiko.

3.6 Kein Abmeldelink im Newsletter

Jeder Newsletter muss einen funktionierenden, gut sichtbaren Abmeldelink enthalten. Ohne diesen verletzt du nicht nur die DSGVO, sondern auch die Grundprinzipien seriösen Marketings. Oft versteckt sich der Link im Fließtext – was nicht zulässig ist.

  • Platziere den Abmeldelink ganz unten im Footer
  • Formuliere klar, z. B.: „Hier abmelden“
  • Stelle sicher, dass die Abmeldung mit einem Klick funktioniert

3.7 Keine Löschung personenbezogener Daten auf Anfrage

Personen haben jederzeit das Recht, Einsicht in ihre Daten zu fordern – oder sie löschen zu lassen. Können deine Systeme das leisten? DSGVO-Falle Nummer sieben: Viele Unternehmen wissen nicht, wie sie dem nachkommen können.

Ein professionelles E-Mail-Marketing-Tool wie ConvertKit hilft dir dabei. In unserem ConvertKit-Test zeigen wir dir, wie datenschutzkonform dieses Tool inzwischen arbeitet – inklusive Automationen für Anfragen.

3.8 Veraltete oder fehlerhafte Datenschutzformulare

Formulare aus der Vor-DSGVO-Ära oder von WordPress-Plugins ohne Update-Routine sind tickende Zeitbomben. Prüfe unbedingt deine bestehenden Formularvorlagen – und passe sie regelmäßig an.

Wenn du ein DSGVO-konformes Tool wie Brevo nutzt, profitierst du direkt von aktuellen Formular-Standards. Einen detaillierten Überblick bietet unser Brevo-Test 2025.

4. Konkrete Tipps für DSGVO-sicheres E-Mail-Marketing

Sauberer Anmeldeprozess

  • Nutze Double-Opt-in – am besten direkt mit Bestätigungsmail-Vorlage
  • Erkläre bei der Anmeldung klar, wofür sich der Nutzer einträgt
  • Stelle sicher, dass du Datum, IP-Adresse und Inhalt dokumentierst

Datenschutz-Seite aktuell halten

  • Jährlich oder nach Tool-Wechsel prüfen
  • Namen aller Drittanbieter angeben
  • Kontaktmöglichkeiten für Datenanfragen nennen

Tools mit DSGVO-Check

Entscheide dich für E-Mail-Marketing-Tools mit klarem DSGVO-Fokus. Unsere Tool-Vergleichsseite für 2025 bietet dir aktuelle Bewertungen zu DSGVO, Serverstandort, AVV und mehr.

Schulungen & interne Prozesse

  • Richte interne Checklisten ein
  • Schule dein Team regelmäßig zum Umgang mit personenbezogenen Daten
  • Benenne ggf. einen internen Datenschutzbeauftragten

5. Fazit: DSGVO-Fallen lassen sich vermeiden

Die DSGVO ist kein Rechtsmonster – sondern ein Rahmen, der Vertrauen schafft. Wer die häufigsten DSGVO-Fallen kennt und strukturiert vermeidet, kann E-Mail-Marketing effizient, datenschutzkonform und kundenfreundlich betreiben. Wichtig ist: Transparent bleiben. Aufklärung bieten. Und Nutzer nicht überrumpeln.

Nutze Tools, die dich dabei unterstützen – und überprüfe regelmäßig deine Prozesse. Dann wirst du nicht nur rechtlich sicher agieren, sondern dein E-Mail-Marketing auf ein neues, professionelles Level heben.

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