Text vs. Design: Plaintext-Newsletter im A/B-Test

Text vs. Design: Plaintext-Newsletter im A/B-Test

Einleitung: Der ewige Kampf – Text oder Design?

Im E-Mail-Marketing gibt es eine zentrale Frage, die immer wieder aufpoppt: Soll ein Newsletter aufwendig gestaltet sein oder reicht schlichter Plaintext? Während Designer auf visuelle Reize und markenkonforme Gestaltung setzen, schwören Copywriter auf die Kraft des reinen Textes. Doch wer hat recht? Genau das zeigt ein A/B-Test: Text vs. Design – Plaintext-Newsletter stehen dabei im direkten Vergleich mit grafisch aufbereiteten E-Mails.

In diesem Beitrag erfährst du, wie sich die beiden Varianten in der Praxis schlagen, wann sich welcher Newsletter-Typ eignet und welche überraschenden Ergebnisse echte A/B-Tests liefern. Damit erhältst du ein solides Fundament für deine eigenen Kampagnenentscheidungen.

Warum die Frage “Text vs. Design” überhaupt wichtig ist

E-Mail-Marketing lebt von Performance: Öffnungsraten, Klicks und Conversion zählen. Gleichzeitig konkurrieren täglich zig E-Mails um die Aufmerksamkeit der Empfänger. Die Gestaltung spielt daher eine zentrale Rolle – aber nicht unbedingt im grafischen Sinn. Klar strukturierter Text, gut gesetzte CTA-Buttons oder eben pure Schlichtheit können ebenfalls den Unterschied machen.

Einige Marketer setzen auf bildgewaltige HTML-Mails mit Logos, Farbcodes und Icons. Andere wiederum schwören auf reine Buchstabenfolgen ohne visuelle Spielereien – sogenannte Plaintext-Newsletter. Die Frage lautet also: Welcher Ansatz liefert bessere Ergebnisse?

Ein gezielter A/B-Test „Text vs. Design“ kann helfen, diese Entscheidung datenbasiert zu treffen. Dabei werden zwei Versionen derselben Mail an zufällig gewählte Teilgruppen der Empfängerliste gesendet. Doch bevor wir in die Ergebnisse solcher Tests eintauchen, sollten wir die Unterschiede klar definieren.

Was ist ein Plaintext-Newsletter – und was nicht?

Ein echter Plaintext-Newsletter besteht ausschließlich aus einfachem Text – ohne Bilder, Farben oder Formatierungen wie Fettdruck oder Hyperlinks. Er wirkt wie eine normale E-Mail, die jemand von Hand geschrieben hat.

Im Gegensatz dazu steht der HTML-Newsletter. Dieser bietet eine breite Palette an Gestaltungsmöglichkeiten: Firmenlogo, Produktbilder, strukturierter Aufbau mit Spalten und Buttons – für Designer ein Paradies.

Dazwischen existieren Hybridformen: sogenannte „Rich Text“-Mails, die schlichten Design mit minimaler Formatierung verbinden. Viele moderne E-Mail-Marketing-Tools ermöglichen genau diese Mischform.

Dennoch fokussieren wir uns im Rahmen dieses Artikels auf den direkten Vergleich von HTML vs. reinem Plaintext. So wird der A/B-Test „Text vs. Design“ messbar und aussagekräftig.

Vor- und Nachteile: Was spricht für welches Format?

Plaintext-Newsletter – Die unterschätzte Macht der Reduktion

Vorteile:

  • Sehr persönlich und authentisch
  • Kurz und auf das Wesentliche fokussiert
  • Schnell ladende Inhalte – auch bei schlechter Verbindung
  • Bessere Zustellbarkeit, da Spamfilter seltener zuschlagen

Nachteile:

  • Keine Möglichkeit zur Markeninszenierung
  • Schwieriger zu strukturieren
  • Keine visuelle Hervorhebung von Call-to-Actions (CTAs)

Design-Newsletter – Die Corporate Identity bleibt sichtbar

Vorteile:

  • Starke visuelle Wiedererkennbarkeit durch Farben, Logo & Layout
  • Bessere Struktur durch Spalten und optische Trennung
  • Höheres Engagement bei visuell orientierten Produkten

Nachteile:

  • Spamfilter-Risiko durch viele Bilder und umfangreichen Code
  • Langsamere Ladezeiten bei Mobilnutzung
  • Manchmal „zu werblich“ wirkend

A/B-Test: Text vs. Design – so gehst du vor

Ein A/B-Test „Text vs. Design“ ist mit einem professionellen E-Mail-Marketing-Tool schnell umgesetzt. Falls du noch auf der Suche bist, hilft dir unser E-Mail-Marketing-Tool-Vergleich 2025 bei der Wahl der passenden Plattform.

Die Vorgehensweise für einen sinnvollen A/B-Test:

  1. Ziel definieren: Möchtest du mehr Klicks, Conversions oder Antwortraten messen?
  2. Inhalt festlegen: Der Betreff und der Call-to-Action bleiben in beiden Varianten identisch.
  3. Segmentieren: Teile deine Empfängerliste zufällig, um verzerrte Ergebnisse zu vermeiden.
  4. Test senden: Starte den Versand und überlasse das System der Statistik.
  5. Auswerten: Sieh dir Öffnungs- und Klickraten, aber auch Reply-Rates oder Umsatzdaten an.

Ein besonderes Augenmerk solltest du auf die Long-Term-Performance legen. Denn was kurzfristig mehr Klicks bringt, führt nicht automatisch zu besseren Kundenbeziehungen.

Beispiele: So wirkte „Text vs. Design“ bei echten Kampagnen

Case Study 1: Software-SaaS-Anbieter

Ein SaaS-Unternehmen testete einen Produktlaunch mit zwei Versandvarianten:

  • Version A: Hochwertig designte HTML-Mail mit Screenshots, Testimonials und strukturierter Gliederung
  • Version B: Schlichter Text, persönlicher Stil („Hey Max, ich wollte dir kurz zeigen, was neu ist…“)

Das Ergebnis: Der Plaintext-Newsletter hatte eine um 18 % höhere Antwortquote – insbesondere im B2B-Bereich schien der persönliche Stil besser zu konvertieren. Die Öffnungsrate war nahezu identisch.

Case Study 2: E-Commerce-Shop

Ein Fashion-Shop wollte wissen, ob ein Plaintext-Test gegen das gewohnte Design ankommen kann. Ergebnis: Höhere Klickraten beim HTML-Newsletter (+29 %), aber bessere Zustellbarkeit beim Plaintext. Deshalb ging man langfristig auf eine Hybrid-Strategie über.

Case Study 3: Online-Kursanbieter

Ein Anbieter von Online-Kursen nutzte ConvertKit für ein A/B-Szenario. Die Plaintext-Mail erzielte signifikant mehr Replies und Verkäufe. Die simplicity führte dazu, dass Leser sich direkt angesprochen fühlten und auf den Call-to-Action reagierten.

Hier erfährst du mehr über das getestete Tool in unserem ConvertKit-Test 2025.

Tool-Voraussetzung: Ohne Technik kein Test

Nicht jedes Tool unterstützt flexible A/B-Tests inklusive Plaintext-Varianten. Fortgeschrittene Anbieter wie GetResponse oder Brevo ermöglichen sowohl Split-Tests nach Inhalt als auch Monitoring der Conversions über mehrere Kanäle hinweg.

Mit dem richtigen Setup ist ein A/B-Test „Text vs. Design“ in wenigen Klicks eingerichtet. Wichtig: Stelle sicher, dass du sowohl mobile als auch Desktop-Nutzer anonymisiert auswertest, um die Wirkung auf verschiedenen Endgeräten zuverlässig zu messen.

Fazit: Text vs. Design? Die Wahrheit liegt dazwischen

Der A/B-Test liefert einen klaren Vorteil: Du musst dich nicht auf Vermutungen verlassen. Ob sich Plaintext-Newsletter oder HTML-Mails besser für deine Zielgruppe eignen, zeigt dir nur ein datengestützter Vergleich.

Prinzipiell lässt sich sagen:

  • Im B2B-Bereich haben häufig schlichte Textmails die Nase vorn.
  • Im E-Commerce punkten Design-Mails durch Produktpräsentation & Branding.
  • Für persönliche Kommunikation (z. B. von Solopreneuren) eignen sich Plaintext-Newsletter hervorragend.

Ein Mix aus beiden Welten – wie es viele moderne Tools erlauben – kann zudem das Beste beider Ansätze kombinieren. Wichtig ist, regelmäßig zu testen und die Ergebnisse in die Strategie einfließen zu lassen.

Weitere hilfreiche Beiträge rund ums Thema:

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen