Warum zu viele Bilder deine Klickrate ruinieren
Einleitung
Bilder stehen im E-Mail-Marketing für Aufmerksamkeit, Emotion und Ästhetik. Kein Wunder, dass viele Marketer ihre E-Mails mit visuellen Inhalten aufpeppen. Doch was, wenn genau diese Bilder deiner Klickrate schaden? Klingt widersprüchlich, ist aber Realität. In diesem Artikel zeigen wir dir, warum zu viele Bilder deine Klickrate ruinieren können – und wie du dein E-Mail-Design optimal gestaltest.
Relevanz: Wenn Bilder zum Problem werden
Visuelles Storytelling ist aus dem digitalen Marketing nicht wegzudenken. Bilder vermitteln Botschaften schnell und sorgen für einen professionellen Look. Aber: Im E-Mail-Marketing gelten eigene Regeln. Eine E-Mail ist kein Instagram-Post. Wer hier übertreibt, erzielt oft das Gegenteil von dem Gewünschten.
Zu viele Bilder in einer E-Mail können gleich mehrere negative Effekte auf deine Klickrate haben. Sie beeinflussen Ladezeiten, Zustellbarkeit, Lesbarkeit – und letztlich die Interaktion deiner Abonnenten. Und das wirkt sich direkt auf deine Performance aus: weniger Klicks, mehr Abmeldungen und geringere Conversion-Raten.
Warum zu viele Bilder deine Klickrate ruinieren – die Ursachen im Überblick
1. Langsame Ladezeiten irritieren Leser
Wer eine E-Mail auf dem Smartphone öffnet, erwartet schnellen Inhalt. Ein Bild, das nicht lädt, erzeugt Frust. Drei Bilder? Noch schlimmer. Wenn deine E-Mail mehrere große Bilder enthält, verlängert sich die Ladezeit deutlich. Besonders Mobilnutzer klicken dann schnell weg. Das senkt die Klickrate deutlich.
2. Spamfilter schlagen bei zu vielen Bildern Alarm
Viele E-Mail-Dienstleister (wie Gmail oder Outlook) setzen auf komplexe Spamfilter. Eine hohe Bild-zu-Text-Ratio wirkt dabei verdächtig. Der Grund: Betrüger nutzen häufig Bilder, um Textinhalte zu verschleiern. Das bedeutet: Je mehr Bilder du in deinen E-Mails einbaust, desto höher das Risiko, im Spam-Ordner zu landen.
Die Folge: Deine Kampagne wird nie gesehen – geschweige denn geklickt.
3. Schlechte Darstellung bei deaktivierten Bildern
Viele Mailprogramme blockieren Bilder standardmäßig aus Datenschutzgründen. Wenn deine E-Mail ohne sichtbare Bilder völlig leer, kryptisch oder unverständlich wirkt, verlierst du Leser, bevor sie überhaupt einen Link sehen.
Professionelles E-Mail-Marketing sollte deshalb niemals davon abhängig sein, dass Bilder korrekt geladen werden. Ein übermäßiger Bildeinsatz riskiert genau das – und ruiniert so deine Klickrate.
4. Mobile Nutzer werden vernachlässigt
Mehr als 60% aller E-Mails werden auf Mobilgeräten geöffnet. Dort zählen Ladegeschwindigkeit, Übersichtlichkeit und Lesbarkeit. Große oder viele Bilder zwingen Nutzer oft zum Scrollen – oder sie verlassen frustriert die Mail. Mobile Usability ist heute entscheidend für gute Klickraten.
5. Fokusverlust durch visuelle Überladung
Die wichtigste Aufgabe einer Marketing-E-Mail: Einen Call-to-Action (CTA) sichtbar und klickbar zu machen. Doch wenn deine Mail mit Bildern überfrachtet ist, wird der CTA unter visuellen Reizen begraben. Deine Leser wissen nicht, wo sie klicken sollen – und tun es am Ende gar nicht.
Lösungen: So setzt du Bilder effektiv und klicksteigernd ein
1. Das richtige Verhältnis von Text und Bild
Als Faustregel gilt: 60% Text, 40% Bilder. Damit bleibst du in einem Bereich, in dem Spamfilter nicht auf Alarm schalten – und deine Botschaft wird auch dann noch verstanden, wenn Bilder ausbleiben. Reduziere nicht nur die Anzahl der Bilder, sondern auch deren Dateigröße.
2. Verwende ALT-Tags – immer
ALT-Tags sind Textbeschreibungen, die erscheinen, wenn Bilder blockiert werden. Sie helfen nicht nur bei der Barrierefreiheit, sondern sorgen auch dafür, dass der Inhalt deiner Mail verständlich bleibt. Achte darauf, dass jeder CTA-Bereich (auch Grafiken mit Verlinkungen) durch gut beschriftete ALT-Texte ergänzt wird.
3. Bilder komprimieren ohne Qualitätsverlust
Tools wie TinyPNG oder Squoosh komprimieren Bilder effizient, ohne sichtbaren Qualitätsverlust. So reduzierst du Ladezeiten – ein absoluter Klickraten-Booster. Achte auch darauf, moderne Formate wie WebP einzusetzen, sofern dein E-Mail-Tool das unterstützt.
4. Klarer CTA statt bunter Bilderwelt
Klickzahlen entstehen nicht durch Designpreisträger, sondern durch eindeutige Handlungsaufforderungen. Gestalte deinen CTA visuell dominant – nicht durch Größe, sondern durch Kontrast und Position. Ein klarer Textlink schlägt oft ein schickes Button-Bild.
5. Teste verschiedene Varianten
A/B-Testing ist im E-Mail-Marketing Pflicht. Teste Mails mit wenigen, fokussierten Bildern gegen bunte Varianten. Die Ergebnisse sprechen meist eine klare Sprache: Weniger Bilder → mehr Klicks.
Beispiele & Tool-Vergleich: Wer macht es besser?
Moderne E-Mail-Marketing-Tools bieten dir viele Möglichkeiten, Mails ohne Grafikexplosion zu gestalten. Ein Blick auf unsere Vergleichsseite für E-Mail-Marketing-Tools zeigt: Einige Anbieter setzen gezielt auf Bildoptimierung, andere lassen freie Hand.
GetResponse
Im GetResponse-Test 2025 punktet das Tool mit responsiven Templates, die auch bildlastige E-Mails gut darstellen – und gleichzeitig schnelle Ladezeiten gewährleisten. Auch ALT-Tags und Mobiloptimierung sind vorbildlich gelöst.
ConvertKit
ConvertKit verfolgt einen völlig anderen Ansatz: Minimalistische Designs, Fokus auf Text und CTA. Wer möglichst wenige Bilder einsetzen möchte, findet hier den idealen Partner.
Brevo
Das Tool Brevo (ehemals Sendinblue) bietet flexible Designoptionen, allerdings fehlt es an tiefer Bildoptimierung. Wer hier zu viele Bilder nutzt, sollte besonders auf Ladezeit und Komprimierung achten.
Fazit: Weniger ist mehr – auch bei Bildern
Bilder sind kein Tabu im E-Mail-Marketing – im Gegenteil. Richtig eingesetzt, verstärken sie deine Botschaft, wecken Emotionen und schaffen Vertrauen. Doch wer es übertreibt, ruiniert seine Klickrate. Schlechte Zustellbarkeit, langsame Ladezeiten und mobile Frustrationen sind die Folge.
Setze auf visuelle Zurückhaltung, klare Strukturen und textbasierte Calls-to-Action. So holst du das Maximum aus deinen Kampagnen – und die Klickraten steigen nachhaltig.
Weitere hilfreiche Beiträge rund ums Thema:
- 👉 Großer Vergleich der besten E-Mail-Marketing-Tools [hier entlang]
- 👉 GetResponse im Test: DSGVO, Preise & mehr [hier entlang]
- 👉 ConvertKit Review: Wie gut ist das Tool wirklich? [hier entlang]
- 👉 Brevo Erfahrungsbericht: E-Mail-Marketing im Check [hier entlang]